Brennwert Holz: Unsere praktische Tabelle für Ihren Kaminabend

Viele Menschen lieben es, einen gemütlichen Abend vor dem Kamin oder Ofen zu verbringen. Damit es aber wohlig warm wird und das Wohnzimmer vom charakteristischen Knacken und Knistern erfüllt wird, ist das richtige Holz zum Verbrennen unerlässlich. Dabei spielen nicht nur die Qualität, sondern auch der Brennwert des Holzes eine zentrale Rolle.

Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie viel Energie bei der Verbrennung freigesetzt wird und somit, wie hoch die Wärmefreisetzung ausfällt. In diesem Artikel bieten wir Ihnen einen umfangreichen Einblick in den Brennwert verschiedener Holzarten. Auf diese Weise können Sie schnell prüfen, welches Holz für Ihre Feuerstätte und Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Was genau ist der Brennwert?

Bevor wir einen Blick in die Tabelle werfen, möchten wir vorab die Frage beantworten, was der Begriff Brennwert genau bedeutet: Der Brennwert gibt an, wie viel Energie bei der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffs freigesetzt wird – inklusive der Energie, die im Wasserdampf enthalten ist.

Er wird üblicherweise in Kilowattstunden pro Kilogramm (kWh/kg) oder pro Raummeter (kWh/RM) angegeben und dient als Vergleichsgröße für die Heizleistung verschiedener Holzarten. Anhand dieser Kennzahl können Sie erkennen, welche Holzart Sie als Brennholz kaufen sollten, um Ihren Heizbedarf optimal zu decken.

Was ist der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert?

Zwei Begriffe, die oft synonym verwendet werden, sich jedoch unterscheiden, sind der Brennwert und Heizwert. Beim Brennwert wird die bei der Verbrennung entstehende Kondensationswärme mit einbezogen, während der Heizwert die Abgaswärme außer Acht lässt und ausschließlich die Holz-Wärmeabgabe bezeichnet. Dadurch fällt der Brennwert häufig etwas höher als der Heizwert bei derselben Holzart aus.

Akkurat gestapeltes Kaminholz

Holzart-Tabelle: Brennwerte im Überblick

Im Folgenden finden Sie unsere übersichtliche Brennwert-Tabelle, welche die wichtigsten Daten der beliebtesten Holzsorten für den heimischen Kamin oder Ofen bereithält. Sehen Sie sich um und finden Sie die beste Holzart zum Heizen:

Holzart Brennwert kWh/kg Brennwert kWh/rm
Eiche 4,2 2100
Buche 4,0 2100
Robinie 4,1 2100
Esche 4,1 2100
Kastanie 4,2 2000
Ahorn 4,1 1900
Birke 4,3 1900
Platane 4,2 1900
Kirschholz 4,3 1800
Lärche 4,4 1700
Kiefer 4,4 1700
Douglasie 4,4 1700
Fichte 4,5 1500
Tanne 4,4 1400
Weide 4,1 1400
Pappel 4,1 1200

Auffällig ist, dass Hölzer, die einen geringeren Brennwert pro Raummeter aufweisen, dennoch einen hohen Wert pro kg haben können. Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Dichte der Hölzer. Während weiches Kaminholz aus Kiefer weniger Masse im gestapelten Raummeter besitzt, ist Eichen-Brennholz im Vergleich massiver und hat mit dem gleichen Volumen einen höheren Brennwert.

Eine ausgezeichnete Holzart, die sich als gutes Feuerholz für die meisten Heizsysteme eignet, ist Eschen-Kaminholz. Doch auch Birkenholz als Brennholz sorgt für gute Ergebnisse. Das Gleiche gilt, wenn Sie Buchenholz als Brennholz verwenden.

Welche Faktoren beeinflussen den Brennwert von Holz

Wie unsere Tabelle zeigt, haben vor allem Laubhölzer einen höheren Brennwert als Nadelhölzer. Der Grund dafür ist, dass es sich bei den meisten Laubhölzern um Hartholz handelt. Diese Holzarten zeichnen sich durch eine hohe Dichte aus, was bedeutet, dass in einem Raummeter mehr Holzmasse und somit auch eine höhere Energiemenge vorhanden ist.

Zudem ist in Hartholz weniger Wasser gespeichert als in Weichholz. Je trockener das Holz ist, desto weniger Energie wird für die Wasserverdampfung benötigt. Die Dichte von Harthölzern sorgt außerdem dafür, dass sie langsamer und gleichmäßiger brennen. Das wiederum gewährleistet über einen längeren Zeitraum eine konstante Wärmefreisetzung. Für eine möglichst effiziente Wärmefreisetzung ist daher in den meisten Fällen Brennholz aus Laubholz zu empfehlen.

Ein Bild von gespaltenem Brennholz und einer Axt, das die traditionelle Vorbereitung von Kaminholz darstellt, passend zum Blogartikel

Andere Faktoren für den Heizwert von Brennholz

Neben der Holzart an sich gibt es noch weitere Faktoren, die sich auf den Brennwert der Holzscheite auswirken können. Damit Sie immer sicherstellen können, dass Ihre Holzscheite den optimalen Brennwert haben, stellen wir Ihnen im Folgenden die wichtigsten Faktoren vor, die über die eigentliche Qualität des Holzes hinausgehen.

Die richtige Lagerung ist für den Brennwert zentral

Nur mit der richtigen Lagerung kann Holz die besten Werte im Hinblick auf die Energiefreisetzung erreichen. Bei falscher Lagerung trocknet es nicht. Die Folge können Schimmel oder Abbauprozesse sein, welche die Holzmasse verringern. Dies wiederum sorgt dafür, dass der Brennwert abnimmt. Doch auch die höhere Restfeuchtigkeit an sich mindert den Brennwert.

Damit das nötige Maß an Trockenheit erreicht und bewahrt wird, sollten Sie das Holz unter einer Überdachung stapeln, wo es vor Niederschlag geschützt ist. Achten Sie jedoch darauf, dass die Front und die Seiten des Stapels frei sind, um eine ausreichende Luftzirkulation zu ermöglichen. Nur so kann die enthaltene Feuchtigkeit an die Luft abgegeben werden.

Der Wassergehalt beeinflusst den Brennwert

Der Wassergehalt hängt zwar mit der Lagerung der Holzscheite zusammen, allerdings besitzen unterschiedliche Hölzer grundlegend einen unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalt. Je dichter das Holz ist, desto weniger Wasser ist gespeichert. Durch falsche Lagerung kann das Holz zusätzlich Feuchtigkeit ziehen, anstatt zu trocknen. Je mehr Feuchtigkeit enthalten ist, desto mehr Energie wird beim Verbrennen für den Verdampfungsprozess aufgewendet, anstatt in Wärmeenergie umgewandelt zu werden.

Die Größe der Holzscheite

Auch die Größe der Holzscheite beeinflusst ihren Brennwert. Zwar ändert sie nichts an der gespeicherten Energiemenge, allerdings beeinflusst sie die Verbrennungsgeschwindigkeit und somit, wie schnell oder langsam die Energie freigesetzt wird. Während kleinere Scheite schneller abbrennen, geschieht dies bei größeren langsamer. Mit größeren Scheiten kann so eine höhere Effizienz erzielt werden, da die Wärme über eine längere Brenndauer freigegeben wird. Grundsätzlich sollte die Größe der Scheite zum Volumen der Brennkammer passen.

Kamintür wird geöffnet

Der richtige Brennwert für beste Ergebnisse

Wenn Sie hochwertige Holzscheite für Ihren Kamin oder Ofen bestellen möchten, kommen Sie auf uns zu. Bei uns, Kaminholz Breuer, erhalten Sie ausschließlich echtes Qualitätsholz, das auf die richtige Größe zugeschnitten und wahlweise vorgetrocknet wurde. So steht Ihrem authentischen Kaminerlebnis nichts mehr im Wege. Gerne können Sie auch Kontakt mit uns aufnehmen; wir beraten Sie umfassend zu Brennwerten und zur richtigen Holzart für Ihre Bedürfnisse.

Häufig gestellte Fragen zum Brennwert von Holzarten

Wenn an dieser Stelle noch Fragen zum Thema Brennwerte von unterschiedlichen Holzarten offen sind, werden Sie hier fündig. Im Folgenden haben wir die häufigsten Fragen von Kamin- und Ofen-Liebhabern gesammelt und für Sie übersichtlich beantwortet. So finden Sie direkte Antworten und grundlegende Informationen:

Ist ein hoher Brennwert immer besser?

Zwar zeugt ein hoher Brennwert immer von einer höheren Energiedichte, allerdings können in bestimmten Situationen andere Kriterien wichtiger sein. Wenn zum Beispiel schnell Wärme benötigt wird, sind schnell brennbare Nadelhölzer mit geringerem Brennwert vorzuziehen.

Welche Rolle spielt die Lagerung für den Brennwert?

Bei falscher Lagerung kann Holz Schimmel ansetzen oder Feuchtigkeit ziehen, was den Brennwert dramatisch beeinträchtigen kann. Achten Sie darauf, Ihr Holz vor Regen geschützt an der freien Luft zu lagern, damit es ausreichend trocknen kann.

Hat Harz einen Einfluss auf den Brennwert?

Nein, Harz hat keinen direkten Einfluss auf den Brennwert von Holz. Harzreiches Holz neigt jedoch zu einem unruhigen Brennverhalten und stärkerem Funkenflug.

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