Die Holzscheite sind vorbereitet und alles ist für einen gemütlichen Kaminabend arrangiert. Doch eine Herausforderung steht noch aus, bevor Sie ein prasselndes Kaminfeuer genießen können: Das Anzünden des Kamins. Viele Kaminbesitzer und Lagerfeuerbegeisterte fällt das in Gang bringen des Feuers schwer. In diesem Artikel möchten wir Sie dabei unterstützen, dieses Hindernis zu überwinden, damit einem atmosphärischen Abend vor dem Kamin nichts mehr im Weg steht.
Im Folgenden finden Sie daher Tipps und Tricks, damit Sie in Zukunft jedes Feuer schnell entzünden können. Doch auch auf gängige Fehler beim Anzünden des Kamins gehen wir ein und zeigen Ihnen, wie Sie diese vermeiden können.
Was ist vor dem Anzünden zu beachten?
Jedes prächtige Kaminfeuer beginnt mit der richtigen Vorbereitung. Diese reicht von der Entscheidung des Brennholzes und wie dieses gelagert werden muss, bis hin zur richtigen Stapelung der Scheite. Im Folgenden stellen wir Ihnen in unserem Ratgeber die wichtigsten Schritte nacheinander vor.
Den Kamin überprüfen
Überprüfen Sie zunächst Ihren Kamin und den Schornstein sorgfältig auf mögliche Schäden oder Verstopfungen – nur so kann der Rauch problemlos abziehen und es entsteht keine gefährliche Rückstauung. Achten Sie darauf, dass keine alte Asche oder Schmutz den Luftzug behindert, denn eine freie Luftzufuhr ist entscheidend für eine saubere Verbrennung und das Anfeuern des Kamins.
Das richtige Holz auswählen
Die Auswahl der Holzscheite ist für den Erfolg des Kaminabends entscheidend. Grundsätzlich muss dabei zwischen Holz zum Heizen und zum Anzünden unterschieden werden. Um das Feuer eines Kamins anzufeuern, benötigen Sie zweiteres, während Sie Holz zum Heizen im Laufe des Betriebs nachlegen.
Heizholz zeichnet sich durch eine lange Brenndauer aus. Besonders Laubholz-Brennholz ist aufgrund seiner hohen Dichte gut für diese Aufgabe geeignet. Wir können Ihnen empfehlen, Eschen-Brennholz oder Eichen-Brennholz in unserem Online-Shop zu bestellen, die sich bestens als Heizholz eignen.
Anzündholz benötigt hingegen vor allem eine Eigenschaft: Eine schnelle Entflammbarkeit und Hitzeentwicklung. Hier eignen sich besonders einzelne Späne oder Kiefern-Brennholz. Wenn dieses Holz erst entflammt ist, werden auch schnell benachbarte größere oder dichtere Holzscheite in Brand gesetzt. Achten Sie darauf, dass Ihr Brennmaterial trocken, sauber und frei von Asche ist. Die Restfeuchte sollte 20 % nicht überschreiten, um eine effiziente und schadstoffarme Verbrennung zu garantieren.

Holzscheite richtig aufstapeln
Die wahre Kunst beim Anzünden eines Kamins liegt im Aufstapeln des Holzes. Die Methode hat großen Einfluss darauf, wie leicht die ersten Funken das restliche Holz in Brand setzen können und ob das anfängliche Feuer eine ausreichende Lebensdauer hat, um das zu vollbringen.
Die beste Methode für ein gleichmäßiges Feuer ist das Kreuzmuster: Stapeln Sie die Holzscheite dafür abwechselnd quer übereinander, sodass zwischen den Scheiten ausreichend Platz für die Luftzufuhr bleibt. So kann das Feuer gleichmäßig brennen und der Brennstoffverbrauch wird optimiert.
Den Kamin nach dem Anzünden richtig anfeuern
Nachdem das Anzündholz entflammt wurde, gilt es für die nötige Luftzufuhr zu sorgen, welche die Flamme mit Sauerstoff versorgt und das Feuer weiter anheizt. Außerdem ist dieser Luftzug dafür notwendig, um die Verbrennungsgase aus dem Schornstein zu bewegen.
Wichtig ist es dabei, die Luftzufuhr zu Beginn vollständig zu öffnen und dann nach und nach langsam zu reduzieren. Auch das richtige Know-How ist hilfreich: Um sicherzustellen, dass die nötige Luftzufuhr gegeben ist, ist es wichtig, die stehende Luft in Bewegung zu bringen. Ein nützlicher Tipp ist dabei ein sogenanntes Lockfeuer. Dabei handelt es sich um ein kurzes, kleines Feuer, das Sie mit Spänen entzünden können. Dieses sorgt dafür, dass sich die im Kamin befindliche Luft erwärmt und die schwere kalte Luft verdrängt wird.
Aber wie können Sie prüfen, ob Ihre Maßnahmen erfolgreich waren und ein ausreichender Zug gegeben ist? Entzünden Sie hierfür einen Zündspan oder ein Streichholz und halten Sie es in den Kamin. Bei ausreichendem Luftzug wird die Flamme nach oben gezogen. Manchmal kann bei ungünstiger Wetterlage oder nach einer längeren Heizpause des Kamins diese Flamme nach unten zeigen oder eventuell nur schwach glimmen. In diesem Fall ist kein ausreichender Luftzug vorhanden.
Kamin anzünden? Mit unseren Tipps leicht gemacht!
Auch wenn es viele Kaminneulinge vor eine Herausforderung stellt, ist es mit dem richtigen Know-How einfach einen Kamin in Gang zu bringen. Achten Sie auf die Qualität des Holzes und wenden Sie die richtige Stapeltechnik an. Außerdem ist es wichtig, sicherzustellen, dass eine ausreichende Luftzufuhr gegeben ist.
Wenn Sie optimales Brennholz kaufen möchten, können wir Ihnen unseren Brennholzhandel nur empfehlen. Bei uns erhalten Sie bereits zerkleinerte Holzscheite, die perfekt in jeden Kamin passen und bereits auf eine Restfeuchte von weniger als 20 % vorgetrocknet sind. Damit steht einem gemütlichen Abend vor einem prasselnden Kaminfeuer nichts mehr im Weg.
Häufig gestellte Fragen zum Anzünden von Kaminen
Sollten Sie an dieser Stelle noch Fragen zum Anzünden von Kaminen haben, sind Sie hier genau richtig. Wir haben die häufigsten Fragen unserer Kunden zu diesem Thema gesammelt und für Sie übersichtlich beantwortet:
Wie wird ein Kaminofen richtig angezündet?
Im Grunde gehen Sie bei einem Kaminofen genauso vor wie bei einem Kamin: Achten Sie am Anfang darauf, die Luftzufuhr vollständig zu öffnen, damit das Feuer in Gang kommt. Danach können Sie sie schrittweise drosseln. Vermeiden Sie dabei jedoch häufige Fehler beim Heizen mit einem Kaminofen, wie zum Beispiel zu feuchte Holzscheite oder eine unzureichende Luftzufuhr.
Warum sollte man den Kamin von oben anzünden?
Da das Anmachholz in den oberen Schichten des Holzstapels befindlich ist, wird ein Kamin von oben angezündet. So kann sich schnell eine Flamme bilden und auf das darunterliegende Heizholz überspringen.
Welches Anzündmittel ist das Beste?
Um das Anmachholz zu entzünden, gibt es viele geeignete Anzündmittel. Dazu zählen zum Beispiel lange Kaminstreichhölzer oder ein langes Feuerzeug! Auch ein Fidibus oder ein Holzspan sind gut geeignet. Auch handelsübliche Anzündhilfen sind ideal. Sie brennen länger als ein Streichholz und machen das Anfeuern erheblich leichter. Zu kaufen gibt es zum Beispiel Anzündwürfel auf Paraffin- oder Petroleumbasis.
Ebenso gängig sind Anzündhilfen aus gepresstem Holzmehl und Wachs. Als Alternative sind jedoch auch Bio-Anzünder aus Holzwolle zu nennen. Papier und Pappe sind nicht das Mittel der Wahl zum Kamin anzünden. Am schlimmsten wäre Altpapier oder Zeitungspapier, da dabei die Druckerschwärze und schädliche Chemikalien in die Luft gelangen.
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